Phänomen Audionachricht

Dieses Wochenende verbringe ich wieder bei meiner Mama in Mittelfranken.

Gestern, am Freitag Nachmittag, hatten wir was in der Stadt zu erledigen und dort beobachtete ich „WhatsAppler in freier Wildbahn“.

Beim Audionachrichten verschicken!

Ich finde diese Funktion grandios und nutze sie selbst sehr häufig. Ich bin einfach ein Plappermaul. Ich kann schnell tippen aber wozu soll ich meine Finger anstrengen wenn ich auch erzählen kann.

Beim Aufnehmen halte ich mich aber stets in geschlossenen Räumen auf. Ich bin dabei alleine, maximal ist unsere Tochter anwesend (kommt drauf an was ich zu erzählen habe). Ich höre Audios die ich bekomme auch alleine an denn ich weiß ja vor dem Hören gar nicht ob es nicht vielleicht zu persönlich für die „Öffentlichkeit“ oder andere anwesende Personen ist.

Nun weiß ich auch wieder warum ich das so mache!

Die beiden jungen Kerls die ich da gestern beobachtete, standen in der Fußgängerzone am Straßenrand. Einer von ihnen lehnte sich lässig an die Wand während der andere von den beiden seine Audio aufnahm. Laut lachend, wild gestikulierend und wirklich albern aussehend.

Ob er sich bewusst ist das der Empfänger seiner Audio die wilden Gesten gar nicht sieht? Vermutlich nicht. 

Schade eigentlich… der Empfänger hätte bestimmt genauso herzhaft gelacht wie ich 😀

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Ohne Internet

Wir haben derzeit kein Internet zuhause. Und es ist schrecklich.

Meine Facebookauszeit fiel mir wirklich gar nicht schwer. Aber ganz ohne Internet zu sein finde ich ziemlich doof.

Mails checken, Mails schreiben, nachsehen welche Öffnungszeiten der Elektrofachhändler des Vertrauens hat… All das geht nicht so recht.

Mobile Daten übers Handy ist auch nicht die Lösung denn der Empfang bei uns zuhause, mitten im Wald, ist auch nicht der Beste.

Drum bin ich momentan immer auf der Suche nach Asyl und Wlan.

Ich niste mich von Zeit zu Zeit bei Bekannten oder im Bistro im nächsten Ort ein um „Papier“kram zu erledigen. Nicht ideal aber besser als nichts.

Wer also schon lange mal ein warmes Getränk mit mir genießen wollte und aus der Gegend ist.. jetzt ist die perfekte Gelegenheit! Ich biete blödes Gesabbel gegen einen Esstisch, eine Tasse Tee und Wlan! 😀

 

Geburtstag feiern

Vergangenen Montag wurde ich 28. Ein ziemlich beknackter Tag zum Feiern.

„Eigentlich“ wollte ich auch gar nicht feiern.

Ich wollte nicht zuhause feiern, ich wollte aber auch nicht allzu weit weg. Ich wollte mich um nichts kümmern müssen, ich wollte nicht die Trinker nach Hause fahren müssen und ich wollte erstrecht nix organisieren. Höchstens ne kleine Runde.. bloß nicht zu viel Aufregung. Im Grunde wollte ich also NICHT feiern.

Am Samstag vor meinem Geburtstag, ich hatte Spätschicht, kam es dann dazu das ich von vier netten Männern von der Arbeit abgeholt wurde 😀

Erster Halt: Bistro im Nachbardorf, Billard und Pizza vom Lieferservice.

Zweiter Halt: Rocker Kneipe bis morgens um 3.

Gegen halb vier fielen wir ins Bett.

Mein Mann spielte Fahrer und drei der vier liebenswerten Männer blieben auch über Nacht (naja der eine wohnt da ja schließlich!) sodass ich sie am nächsten Morgen mit lecker Frühstück bemuttern durfte (was ich ja fast immer schöner finde als das Ausgehen selbst).

Freund Nummer 1 musste nach dem Frühstück gleich los, Freund Nummer 2 blieb bis zum frühen Nachnittag. Nachdem wir ihn zum Bahnhof gebracht hatten werkelten mein Mann und ich noch etwas draußen im Hof bevor Freund Nummer 3 nochmal zum gemeinsamen Abendbrot vorbeikam.

Richtig gelungenes Wochenende 🙂

Geburtstag feiern

Wochenplanung

Allem gerecht zu werden empfinde ich manchmal als ziemlich große Herausforderung.

Ich bin Kassiererin, Ehegattin, Mama, Familienmitglied, Fotografin, Freundin, Tochter… und dann, was auch unheimlich wichtig aber ich oft vergesse, ich selbst!

Das alles unter einen Hut zu bringen ist manchmal gar nicht so leicht und oft geht dabei auch irgendwas oder irgendwer unter.

Drum habe ich mir nun vorgenommen meine Woche besser durchzuplanen.

Ich bin Jungfrau, Planung ist voll mein Ding! 😀

Ich möchte in den nächsten Wochen darauf achten feste Zeiten

  • für mich selbst, Schreiben, Fotografie, Sport (Oh oh ganz schlimm momentan!)
  • für meinen Mann und mich als Paar
  • meine Tochter
  • und auch für uns als Familie einzuplanen.

Besonders die Kleine liegt mir am Herzen denn wir verbringen irgendwie kaum Zeit miteinander. Oder anders gesagt es läuft halt so nebenher und das gefällt mir nicht.

Letzte Woche fing ich schon damit an mit ihr Kuchen zu backen und sie intensiv mit einzubeziehen. Für diese Woche, morgen Nachmittag, habe ich einige Bastelsachen organisiert. Kleber, buntes Tonpapier, Glitzer, Moosgummi.. ob dabei was hübsches, sinnvolles rauskommt ist für mich zweitrangig 😉

Und damit ich erstmal reinkomme in meinen neuen Vorsatz habe ich mir nun für die nächsten vier Montage eine Checkliste in den Kalender gekritzelt.

Für die laufende Woche sind alle Punkte abgehakt. Drückt mal die Daumen das es nächste Woche genauso gut klappt 🙂

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Kuchen backen

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Vergangene Woche war ich fleißig am Kuchen backen. Ein Blechkuchen und zwei Bleche Muffins wurden es.

Das hatte mehrere Gründe.

Ich bin nun schon über ein Jahr lang in meinem Betrieb angestellt. Weil mir die Arbeit nach wie vor Spaß macht, ich unser Team mag und einfach mal ein kleines Dankeschön loswerden wollte gab es fürs Team also Zucchini Kuchen. Klingt komisch, schmeckt aber.

Schleimig finde ich das übrigens gar nicht. Sowas hab ich nicht nötig 😉

Die Räubertochter durfte mir beim Backen helfen. Ich stellte zuvor alles bereit, wog ab, sodass sie alle Zutaten nur noch vermengen brauchte. Fürs Erste genug Anspruch in Mamas Backlehre dachte ich.

War auch der richtige Gedanke wie sich beim Rühren rausstellte denn die Lütte verlor recht schnell die Lust. Kann aber auch daran gelegen haben das wir erst sehr spät am Nachmittag starteten weil zuvor noch was dazwischen kam.

Die Backaktion am nächsten Tag, bunte Muffins für mich selbst zum Geburtstag, kam da schon besser bei ihr an. Sie saß erstmal auf meiner Arbeitsplatte und gab den stillen Beobachter. Als ich aber die Lebensmittelfarbe rauskramte war sie mit Freude dabei.

Anschließend wurden die Reste vom blauen, grünen, gelben und roten Teig aus der Schüssel genascht.

Ist ja auch das Beste beim Backen. Und bei frischen Eiern (der erste Kuchen mit Eiern der eigenen Hühner!) auch völlig unbedenklich.

Warum ich neben dem Dankeschön fürs Team und meinem Geburtstag noch so fleißig mit der Räubertochter Teig gerührt habe könnt Ihr bald im nächsten Beitrag lesen…

 

 

Geschenke für Mackenmädchen

Geschenke für Mackenmädchen

Montagmorgen, 8 Uhr. Habe eben die Lütte in den Kindergarten gebracht und mich auf dem Heimweg spontan mit Freundin T. zum Geburtstagsfrühstück verabredet.

Nun sitze ich an meinem Schreibtisch und hab dieses tolle Geschenk meiner Mama ausgepackt das nun neben den handgemachten Pralinen meines Mannes Platz findet 😉

Heute feiere ich mein 28tes Wiegenfest.

Naja streng genommen erst heute Nachmittag aber wir wollen mal nicht so kleinlich sein.

🙂

Kassiereralltag

Man muss sich ja schon viel gefallen lassen im Einzelhandel.

Der Kunde ist König. Oder so ähnlich.

Meist werde ich an der Kasse schief angeredet weil schon um 9.30 Uhr Stiefmütterchen, XXL Damen Schlüppis oder Bio Gojibeerenmüsli „was im Prospekt war“ ausverkauft ist.

Manchmal pflaumt man mich auch an weil ich entweder zu langsam (das sind die die am Ende der Schlange stehen) oder zu schnell (deren Waren ich gerade scanne) kassiere.

Nach etwa fünf Jahren im Verkauf kann ich mit sowas gut um.

Wenn es aber um Persönliches geht…

Nun könnte ich ein megagroßes Fass aufmachen was denn alles schonmal passiert ist… hier die aktuellste kuriose Geschichte aus meiner heutigen Frühschicht:

Stammkundin, irgendwas zwischen 35 und 45, stark tätowiert und deswegen von mir fälschlicherweise als weltoffen eingestuft.

Ich in der Kasse, nutze die kurze Pause zwischen verabschiedeter Kundin und tätowierter gerade noch Waren auflegender Kundin um einen Schluck zu trinken.

In meiner Soulbottle: Leitungswasser und ein paar Salatgurkenscheiben.

„Was zur Hölle ist das ekliges?“

Pokerface. „Gurkenwasser.“

„Bäh wie kommt man darauf sowas zu trinken? Das ist ja widerlich. Igitt. Ich glaub ich muss gleich ko*****!“

Zur Krönung des Ganzen fehlten im Grunde nur noch Würgegeräusche.

„Probieren Sies doch mal aus. Schmeckt gar nicht so.. „zum Ko*****“.“, gab ich ihr mit auf den Weg.

Ob einem sowas schmeckt oder nicht sei erstmal jedem selbst überlassen. Prinzipiell bin ich ja der Meinung das man alles mal probieren kann. Sogar Gurkenwasser.

Die Art und Weise wie sie ihren Gedanken freien Lauf ließ fand ich für eine erwachsene Frau aber doch recht erschreckend.

Aber mich lange darüber ärgern? Nee das bringt doch nix. Lieber einen Spaß draus machen…

Mal sehen womit ich sie beim nächsten Mal schocken kann. Vielleicht mit Ingwerwasser.

Lasst die Spiele beginnen… 😉

Shooting Tag in Erlangen

Heute, an meinem vorletzten Urlaubstag, war ich in Erlangen zum Fotografieren.

Es war mein dritter und bisher kleinster Fotowalk.

Nur geschätzt 30 Teilnehmer waren angereist um mitzumischen.

Ich hatte mich vorab locker mit einem Mädel verabredet, das normalerweise selbst fotografiert. Sie sei kein klassisches Model sagte sie mir, was ich bei Street sowieso super finde. Mir geben diese übertriebenen Fashion Posen auf öffentlichen Plätzen irgendwie nicht so viel.

Ich lies mich von ihr finden und schnell waren wir eine Gruppe von sechs Mann die gemeinsam loszogen.

Den ersten Treffpunkt verpassten wir, beim zweiten war vom Walk leider schon gar nichts mehr übrig. 

Das fand ich ziemlich schade. Auch unsere Gruppe löste sich dann zügig auf, meine Verabredung brachte mich zu meinem Auto, auf dem Weg dorthin machten wir noch ganz entspannt ein paar Fotos und unterhielten uns sehr gut.

Wir waren irgendwie auf einer Welle und soo traurig war ich dann gar nicht mehr das sich der Walk so schnell auflöste.

Dieses Glück, Menschen vom selben Schlag zu treffen, habe ich in letzter Zeit wohl öfter.

Mein „Onlinedate“ gestern hat nämlich auch richtig viel Spaß gemacht und wird bestimmt nicht das Letzte gewesen sein 🙂

Onlinedating

Als ich etwa 13 oder 14 Jahre alt war entdeckte ich das Chatten für mich.

Im Antenne Bayern Chat, später spin, lernte ich viele nette Leute kennen und traf mich auch mit einigen.

Meine Freundin T. zum Beispiel, die seit über 10 Jahren eine Rolle in meinem Leben spielt und heute Patin der Räubertochter ist.

Auch mein Freund Bugs, der in Hessen lebt, hat seinen festen Platz in meinem Herzen auch wenn wir nicht mehr allzu viel Kontakt haben.

Ich verliebte mich sogar über das Internet.

Und startete in mein Liebesleben direkt mal mit einer Fernbeziehung. Mein erster Freund lebte im Allgäu, uns trennten etwa 270km die wir, beide Schüler, ausschließlich mit dem Zug bestritten.

Knapp 10 Menschen traf ich nach vorherigem Kennenlernen via Internet. Nur sehr wenige dieser Treffen fielen negativ aus.

By the Way.. Nein ich hatte bei all diesen Treffen nie Angst mir könnte etwas passieren. Ich habe immer dementsprechend Vorbereitungen getroffen (nur auf öffentlichen Plätzen, Freunde und Familie informiert, mich nach 30 Minuten anrufen lassen und so weiter) und der schlimmste Fall war ein schweigsamer, langweiliger Computernerd.

Das intensive Chatten gab ich auf als mein Mann und ich hierher zogen.

Ich hatte einfach nicht mehr das Bedürfnis danach. Inzwischen hat Facebook bestimmt sämtliche Chaträume abgelöst. Aber via Fb neue Leute kennenlernen? Geht sowas? Ich weiß nicht.

Ich nehme grundsätzlich keine Fremden an, möchte Ihnen aber dennoch eine Chance geben. So bekommen fremde Leute die mir eine Anfrage schicken erstmal eine Mail ob wir uns denn kennen. Entwickelt sich daraus dann ein gutes Gespräch.. schön. Meist kommt dabei aber nichts raus.

Anfang Juli passierte mir dann aber was ganz Skurriles.

Ich bekam eine Freundschaftsanfrage von einem jungen Mann geschickt dessen Chronik kaum was aussagte. Auf den wenigen Fotos die er drin hatte erkannte man nirgends sein Gesicht. Sein Profil Foto zeigte ihn von hinten mit einer Waffe.

Ich rollte mit den Augen, fragte mich was das wohl wieder für ein Spinner ist und schickte meine obligatorische Mail.

OnlinedatingZiemlich schnell entwickelte sich ein recht nettes Gespräch, wir entdeckten ein paar Gemeinsamkeiten (er wohnte in der selben Großstadt wie ich und lebt inzwischen nicht weit von meinen Eltern entfernt) und ich hatte so das Gefühl das wir auf einer Welle waren. Das fand ich einigermaßen suspekt.

Wir schrieben weiter bis wir Ende Juli Handynummern austauschten und unser mal mehr mal weniger tiefsinniges Gesabbel seitdem via WhatsApp weiterführen.

Jetzt bin ich aber niemand der auf reine Schreibkontakte steht und irgendwann wissen will mit wem er es zu tun hat.

Und so kam es dazu das wir ein persönliches Kennenlernen, in der Zeit in der ich auch meine Mama besuche, vereinbarten.

Morgen, am frühen Samstagabend, werden wir sehen ob diese eigenartige Verbindung einem persönlichen Treffen standhält.

Ich bin ziemlich gespannt 😉

Urlaub bei Mutti

Seit Mittwoch bin ich bei meiner Mama in Mittelfranken.

Im Gegensatz zu meinem Mann, der am vergangenen Montag seinen ersten Arbeitstag nach dem Urlaub antrat, fange ich erst wieder am kommenden Dienstag an.

Es ist herrlich!

Ich muss nichts kochen, ich habe keine Wäsche zu waschen und die Räubertochter wird bespaßt.

Ich habe Zeit am Laptop zu sitzen, wir gehen zusammen Eis und Kuchen essen, bummeln durchs Einkaufszentren, ich bekomme meine Nägel gemacht und treffe alte Freunde.

Am Sonntag steht noch ein Fotowalk auf dem Programm bevor es am Montag wieder nach Hause geht.

PS: Fernab von hier, auf einem kleinen Hof in Oberfranken, sind heute fünf Hühner eingezogen 😉